Hilfe bei Trauer
Heilung nach einem Verlust braucht Zeit, Unterstützung und Nachsicht mit sich selbst. Hier finden Sie Hinweise, die Sie auf diesem Weg begleiten.
Trauer verstehen
Trauer verläuft nicht in geraden Linien. Sie hält sich an keinen Zeitplan und sieht bei keinen zwei Menschen gleich aus. An einem Tag geht es Ihnen gut, am nächsten überrollt es Sie. Vielleicht erleben Sie Wut, Schuldgefühle, tiefe Traurigkeit oder auch Taubheit. All das ist normal.
Das Wichtigste über Trauer: Es gibt keinen falschen Weg, sie zu erleben. Ihre Trauer ist so einzigartig wie Ihre Beziehung zu der Person, die Sie verloren haben.
Wann eine mediale Sitzung helfen kann
Eine mediale Sitzung ersetzt keine Trauerbegleitung und keine Psychotherapie. Sie ist eine Ergänzung, die viele trauernde Menschen als sehr tröstlich erleben. Eine Sitzung kann helfen, wenn:
- Sie das anhaltende Bedürfnis haben zu wissen, dass es der verstorbenen Person gut geht
- unausgesprochene Worte zurückgeblieben sind, die Ihnen schwer auf dem Herzen liegen
- Sie mit der Endgültigkeit des Todes ringen
- Sie die Gewissheit suchen, dass die verstorbene Person an Ihrem Leben teilhat
- Sie in Ihrer Trauer feststecken und einen Anstoß zur Heilung suchen
Selbstfürsorge in der Trauer
Lassen Sie Gefühle zu
Unterdrückte Gefühle verzögern die Heilung. Erlauben Sie sich zu weinen, wütend zu sein, sich verloren zu fühlen. Das ist kein Zeichen von Schwäche — es ist ein Zeichen von Liebe.
Behalten Sie einfache Routinen
In der Trauer wird schon Alltägliches zur Kraftanstrengung. Versuchen Sie dennoch, Grundlegendes beizubehalten — essen, schlafen, sich bewegen — auch wenn die Kraft fehlt.
Nehmen Sie Hilfe an
Wenn Menschen Ihnen Unterstützung anbieten, nehmen Sie sie an. Trauer ist nicht dafür gemacht, allein getragen zu werden.
Seien Sie geduldig mit sich
Für Heilung gibt es keine Frist. Trauer endet nicht nach einem Jahr, nach zwei oder nach fünf. Nehmen Sie sich die Zeit, die Sie brauchen.
Professionelle Hilfe
Wenn die Trauer Sie überfordert, holen Sie sich bitte professionelle Unterstützung. In Deutschland erreichen Sie die Telefonseelsorge kostenlos, anonym und rund um die Uhr unter 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222. Bei akuter Gefahr für Leben oder Gesundheit rufen Sie sofort den Notruf 112.
- Ihre Hausärztin oder Ihr Hausarzt kann Sie an geeignete Fachstellen überweisen
- Trauerbegleitung gibt es vor Ort und online, etwa über Hospizvereine, Caritas, Diakonie oder den Bundesverband Trauerbegleitung
- In Trauergruppen treffen Sie Menschen, die Ähnliches erleben
- Krisentelefone sind rund um die Uhr erreichbar: Telefonseelsorge 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222, im Notfall Notruf 112
Bereit für den nächsten Schritt?
Eine mediale Sitzung kann ein wichtiger Teil Ihres Heilungswegs sein.